Skip to main content

WobIntosh

Verschwundene Wörter auf duden.de

1 min read

 Michael Mann hat sich auf dem Lexikographieblog die Aktualisierungen in der aktuellen Duden-Auflage angesehen. Dabei ist ihm aufefallen, dass Wörter nicht nur aus der gedruckten Repräsentation verschwunden sind, sondern auch aus der Online-Fassung:

 

Nicht auf duden.de enthalten sind übrigens auch die Variantenschreibungen, die im Rahmen der kürzlichen Aktualisierung des Amtlichen Rechtschreibregelwerks gestrichen wurden (...).

Tatsächlich hätte es mich gewundert, wenn in einem Online-Wörterbuch nennenswert viele Einträge gestrichen worden wären – Platzbegrenzung, wie im gedruckten Wörterbuch, ist ja hier nicht so das Problem. Wenn Wörter veralten, kann man das eher durch eine entsprechende Angabe im Eintrag vermerken und hat dann den zusätzlichen Vorteil, dass jemand, der dieses veraltete Wort trotzdem noch irgendwo aufliest und nachschlagen muss, auch tatsächlich Hilfe findet. Und dafür sind Wörterbücher ja da.

 

 

(lexikographieblog)

WobIntosh

Die Suche nach dem Bernsteinzimmer (13.02.2016)

1 min read

(von meiner alten Yellow-Installation)

 

Die beiden Oberpfälzer Erich Stenz und Georg Mederer sind felsenfest überzeugt: Das Bernsteinzimmer ist nicht, wie viele Experten glauben, zerstört worden. Es existiert angeblich im Schloss Friedland in Böhmen. Dort, da sind sie sich zu 100 Prozent sicher, ist der Schatz in den Kellerräumen eingemauert.

Soso.

Einer der beiden hat demnach ein Notenblatt gefunden, dass wohl Hitlers Privatsekretär Martin Bormann geschrieben haben soll:

Es sind hier verschiedene Stufen, die ganz klar Hinweis geben, hier muss gegraben werden, hier ist Vorsicht geboten, hier könnte sogar Sprengstoff installiert sein.

Ich behaupte mal: Gewagte These.

Verschwörungstheoretiker würden nun natürlich sagen: Die Behörden erlauben keine weitere Untersuchung, also muss was dran sein! Man könnte allerdings auch davon ausgehen, dass die einfach keine Lust auf irgendwelche Hobby-Schatzsucher haben, die ihnen ihre Burgen zerlegen. Wäre nicht das erste mal, dass nach einem Fehlschlag direkt der nächste 100% sichere Beweis vorliegt...

(br.de: Oberpfälzer Schatzjäger - Ist das Bernsteinzimmer in Tschechien versteckt? (Martin Gruber, 11.02.2016))

 

WobIntosh

Mit dem Bloggen aufhören? (09.01.2016)

2 min read

(von meiner alten Yellow-Installation)

 

Ich muss zugeben, manchmal gibt's komische Themen beim Webmasterfriday - die Frage "Soll ich mit dem Bloggen aufhören?" lässt sich doch ganz einfach beantworten: Tu, was du für richtig hältst, ist deine Entscheidung. Warum man darüber nun Blogposts verfassen muss, ist mir ehrlich gesagt unklar. Denn: Natürlich ist der Konsenz der bisher eingegangenen Beiträge, dass man vielleicht mal drüber nachgedacht, sich dann aber dagegen entschieden hat. Wer keine Lust mehr hat, schreibt dazu vielleicht eine kurze Notiz und gut ist, sicher aber nicht vorher einen Beitrag zum Wemasterfriday.

Gerade die fehlende Motivation kenne ich allzu gut, ich hätte zum Beispiel viel mehr Links, die ich verbloggen könnte. Einiges davon habe ich auf Twitter ausgelagert, vieles hierhin - auf dem "richtigen" Blog schreibe ich zukünftig zwar sicher noch weniger als bisher, dafür aber thematisch stärker abgegrenzt.

Allerdings zeigt sich in den Beiträgen auch ein Grundproblem:

Solange man mit seinem Blog keine vier- oder mehrstelligen Monatseinkommen generiert, ist das Bloggen eine gewisser Zeit-Luxus und mehr oder weniger ein Freizeitvergnügen. Und obwohl ich wahrscheinlich fast alle Ratgeber gelesen habe, in denen es darum geht, wie man mit seinem Blog reich und schön wird, ist das Bloggen auch für mich immernoch eine Nebensache, wenn auch eine sehr wichtige. (sabienes.de)

Die meisten deutschsprachigen Blogger meinen, mit ihrem Blog irgendwann mal das - idealerweise dicke - Geld zu machen. Das funktioniert vielleicht bei "Profis" wie Cashy, die Mehrzahl der Blogs wird aber nie nennenswert Geld einspielen, da muss man sich keine Hoffnungen machen. Vielleicht hat man einfach Spaß dran, will die Welt an seinen Gedanken teilhaben lassen oder berufsspezifische Gedanken notieren und sich damit eine gewisse Reputation aufbauen, aber wirklich Geld verdienen tun halt die wenigsten.

WobIntosh

Die Steinbach... (07.01.2016)

1 min read

(von meiner alten Yellow-Installation)

 

Spricht man sie heute auf diesen historischen Unfug [die Behauptung, die NSDAP sei links gewesen] an, schaut sie einen mit schönster Unschuldsmine an, um dann nachzusetzen: „Wieso? Sowohl Göring als auch Goebbels waren Linke!“
Es interessiere sie ganz einfach, wie Menschen reagieren, sagt Steinbch über ihre ständigen Provokationen.

Vielleicht ist sie auch einfach ein Nazi und will das nicht zugeben.

(Zitat: Spiegel 1/2016, S. 35)

 

WobIntosh

Der beste Minecraft-Spieler der Welt (29.12.2015)

1 min read

(von meiner alten Yellow-Installation)

 

Wie Golem berichtet, hat eine Organisation den "weltbesten Minecraft-Spieler" gekürt.

Dagegen ist ja auch garnichts einzuwenden. In den drei Bereichen "Bauen", "Mayhem" (irgendwas mit Survival) und "Kristalle sammeln" muss man sich gegen die anderen durchsetzen. Wenn ich mir so angucke, was da so gebaut wird, da frage ich mich doch schon, ob das ernst gemeint ist. Sogar ich baue in Minecraft hübscher - und ich bin nicht wirklich dafür bekannt, gut zu bauen.

Abgesehen davon hat die Kür zum "weltbesten Minecraft-Spieler" einen klitzekleinen Schönheitsfehler: Sie hat in ganzen 40 Städten stattgefunden, die dummerweise auch noch alle in den USA liegen. "Bester Minecraft-Spieler aus 40 Städten der USA" trifft's also eher - abgesehen davon, dass bei solchen Events halt nicht jeder teilnimmt, der tatsächlich was kann.

 

WobIntosh

Wikipedia Spendengejammer (28.12.2015)

2 min read

(von meiner alten Yellow-Installation)

 

Die Wikipedia nervt dieser Tage - wie üblich zum Jahresende - wieder mal um Spenden und verärgert damit Community und Nutzer.

Was den vielen Spendern aus der ganzen Welt oft nicht bewusst ist: Sie geben an eine Organisation Geld, der es finanziell blendend geht und die seit Jahren ihr Vermögen mehrt. (...) Der Großteil der Finanzierung kommt von kleinen Spenden um die 20 Dollar. Doch trotz solcher überschaubaren Beträge häuft sich einiges an: Aktuell sitzt die amerikanische Wikimedia-Stiftung auf 78 Millionen Dollar, ein Zuwachs um mehr als 24 Millionen Dollar im Vergleich zum Vorjahr. (süddeutsche.de)

Ja, Wikipedia ist cool. Und ja, der Betrieb der Platform kostet auch Geld - aber 78 Millionen Dollar sind für eine Non-Profit-Veranstaltung wie die Wikipedia nun wirklich nicht wenig, zumal diejenigen, die den Hauptteil der Arbeit leisten - die Autoren - nichts davon zu sehen bekommen.

Und als wäre das ganze nicht schlimm genug, nein, das Spendenbanner muss auch noch möglichst aufdringlich sein, sprich, wird von AdBlockern nicht ohne weiteres gesperrt und schiebt sich im Nachhinein auf die Seite, sodass der Inhalt weiter nach unten verschoben wird. Kurzum: Wenn's noch blinken und tönen würde, würde es alle Gründe für AdBlocker bieten.

Aber es gibt Abhilfe für AdBlocker (Danke an @ziromr!):
##div[class^="cn-fundraising"]

Einfach als eigenen Filter anlegen, mindestens in uBlock funktioniert's wunderbar.

 

 

WobIntosh

Die CSU und die Menschlichkeit (18.12.2015)

1 min read

(von meiner alten Yellow-Installation)

 

Wer sagt eigentlich, dass die CSU nicht menschlich mit Flüchtlingen umgehen würde? Was schreibt noch gleich die Bundestagsabgeordnete Dagmar Wöhrl?

Dies finde ich skandalös (...) [Sie wird] sicherlich nicht zulassen, dass die (...) an die verantwortungslosen und verbrecherischen Händler zurückgegeben werden"

Ach! Siehste, sehe ich genauso! Man kann die doch nicht zurückschicken zu ihren verantwortundslosen und verbrecherischen... äh... Händler? Ich dachte, Schlepper?

Oh. Geht um Hundewelpen aus Ungarn und der Slowakei. Na denn...

Oh, und was sagt das Umweltministerium? Eine Rückführung käme nur infrage,

wenn gewährleistet ist, dass den Tieren dadurch keine vermeidbaren Schmerzen oder Leiden zugefügt werden.

Mit den Menschen kann man's ja machen.


Zitiert nach: Süddeutsche Zeitung vom 17.12.2015, S. 32 (CSU gegen Abschiebung - von Zebrafinken; Katja Auer)

 

WobIntosh

Eine Niederlage für die SPD? (12.12.2015)

2 min read

(von meiner alten Yellow-Installation)

 

In der heutigen Wolfsburger Allgemeinen findet sich im Regionsübergreifenden Teil - also vermutlich auch in anderen HAZ-Lokalblättern - der Artikel "Eine Niederlage für die SPD - Warum demontiert die Partei ihren eigenen Vorsitzenden?" von Ulrike Demmer.

Abgesehen davon, dass die SPD Gabriel keineswegs "demontiert" hat sondern ihm nur ein blaues Auge verpasst hat, stellen sich mir doch einige Fragen:

Im Tonfall blieb er staatsmännisch, doch der Wahlkampf in eigener Sache verfing bei den Delegierten nicht.

Die Delegierten sind "normale" Mitglieder der SPD, man kann sich durchaus fragen, ob es nicht sowieso sinnvoller wäre, mit diesen auf Augenhöhe zu sprechen.

Dass Gabriel die SPD trotzdem in die Mitte führen will, halten viele für falsch, weil sich dort längat die CDU breitgemacht hat.

Wenn ich das so lese, stellt sich mir insbesonde die Frage, wo die SPD denn wohl früher war - ich habe gelernt, dass die SPD "die Partei der Mitte" sei. Gabriel führt die SPD ganz im Gegenteil ins konservative Lager, in dem eine Arbeiterpartei wie die SPD eigentlich nichts zu suchen hat.

Vom Parteitag hätte ein Signal der Geschlossenheit ausgehen können. Diese Chance haben die Delegierten vertan. Eine derart zerstrittene Partei, eine Partei, die den eigenen Vorsitzenden so demontiert, wer soll die wählen?

ich denke, die Wähler verstehen durchaus den Unterschied zwischen "eine Watsche geben" (hier wohl erfolgt durch den linken Flügel) und "demontieren" (was bei einen Ergebnis von unter 40% der Fall gewesen wäre. Außerdem wird so deutlich, dass es in der SPD durchaus Leute gibt, die dem konservativen Kurs Gabriels nicht zustimmen, das kann eine Chance für die nächsten Wahlen bedeuten. Und ein Signal der Geschlossenheit hätte eine eben solche demonstriert, die offensichtlich nicht da ist.

 

WobIntosh

Suchmaschinen verbieten jetzt! (09.12.2015)

2 min read

(von meiner alten Yellow-Installation)

 

Es kann ja keiner sagen, wir Norddeutschen hätten keinen Humor - immerhin ertragen wir seit Jahren die unsäglichen Urteile des Landgerichts Hamburg, die ja nur als Satire gemeint sein können, so einen Schwachsinn würde über IT-Themen ja sonst keiner urteilen.

Aber irgendwo ist dann auch mal gut mit Lachen. Und dieser Punkt ist jetzt erreicht.

Eine Rechtsanwältin aus Norddeutschland hat nämlich Klage eingereicht gegen SUMA-EV, den Betreiber-Verein von MetaGer; Grundlage ist das freundlich ausgedrückt fragwürdige Urteil des EuGH zum "Recht auf Vergessen":

Konkret klagt die Rechtsanwältin, Links zu löschen, die auf Webseiten mit einem Namen zeigen, der dem ihren ÄHNLICH ist. Lässt man, so die Begründung der Einstweiligen Verfügung, in dem Namen der Anwältin einen Buchstaben weg, so werden beim Suchen nach diesem Namen Ergebnisse angezeigt, die der Klägerin missfallen.

Dass das eine schwachsinnige Begründung ist, dürfte wohl offensichtlich sein, sonst könnte ja jeder Meier/Meyer oder Schmidt/Schmid/Schmitt/... kommen und jammern. Konkret wäre da beispielsweise Helmut Schmitt* zu nennen, der sich beschwert:

Wenn man einen Buchstaben weglässt, kommt da die Aussage, ich würde rauchen, das stimmt aber doch garnicht, was sollen denn meine Arbeitgeber von mir denken?

Wenn wir also die Betreiber von Suchmaschinen verpflichten, so zu verfahren, kommen bald die Leute mit Schreibfehlern, Wörtern die Assoziationen wecken könnten oder Leute, über die etwas geschrieben wurde auf Zeitungsseiten, auf denen auch etwas über einen Mord steht.

Würde irgendjemand auf die Idee kommen, sowas bei Print-Medien zu fordern? Zeitungen dürfen keine Artikel mehr schreiben, bei denen die (wie auch immer) Betroffenen mit anderen Personen ähnlichen Namens verwechselt werden können? Wohl kaum.

Und da wundern sich Politik und Wirtschaft noch, dass Deutschland im internationalen Vergleich nicht mithalten kann, wenn es um digitale Medien geht...

*) fiktiver Charakter

Quelle: Pressemitteilung von suma-ev.de

 

WobIntosh

Mögliches Ad-Blocker-Verbot: Verbraucherperspektive für Bundesregierung nicht so wichtig | netzpolitik.org, Ingo Dachwitz, 28.10.2016

Die Bundesregierung hat es hinbekommen, bei der Vorbereitung eines eventuellen Verbotes von Ad-Blockern nur die Seite pro Verbot zu beteiligen - die anderen haben sicher keine Sorgen.

Abgesehen davon, dass ein solches Verbot hoffentlich in Karlsruhe kassiert werden würde: Herzlichen Glückwunsch, lieber Lobbyismus! Gleich ein ganzes Ministerium zu übernehmen, das schafft nicht jeder.