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WobIntosh

Eine Niederlage für die SPD? (12.12.2015)

2 min read

(von meiner alten Yellow-Installation)

 

In der heutigen Wolfsburger Allgemeinen findet sich im Regionsübergreifenden Teil - also vermutlich auch in anderen HAZ-Lokalblättern - der Artikel "Eine Niederlage für die SPD - Warum demontiert die Partei ihren eigenen Vorsitzenden?" von Ulrike Demmer.

Abgesehen davon, dass die SPD Gabriel keineswegs "demontiert" hat sondern ihm nur ein blaues Auge verpasst hat, stellen sich mir doch einige Fragen:

Im Tonfall blieb er staatsmännisch, doch der Wahlkampf in eigener Sache verfing bei den Delegierten nicht.

Die Delegierten sind "normale" Mitglieder der SPD, man kann sich durchaus fragen, ob es nicht sowieso sinnvoller wäre, mit diesen auf Augenhöhe zu sprechen.

Dass Gabriel die SPD trotzdem in die Mitte führen will, halten viele für falsch, weil sich dort längat die CDU breitgemacht hat.

Wenn ich das so lese, stellt sich mir insbesonde die Frage, wo die SPD denn wohl früher war - ich habe gelernt, dass die SPD "die Partei der Mitte" sei. Gabriel führt die SPD ganz im Gegenteil ins konservative Lager, in dem eine Arbeiterpartei wie die SPD eigentlich nichts zu suchen hat.

Vom Parteitag hätte ein Signal der Geschlossenheit ausgehen können. Diese Chance haben die Delegierten vertan. Eine derart zerstrittene Partei, eine Partei, die den eigenen Vorsitzenden so demontiert, wer soll die wählen?

ich denke, die Wähler verstehen durchaus den Unterschied zwischen "eine Watsche geben" (hier wohl erfolgt durch den linken Flügel) und "demontieren" (was bei einen Ergebnis von unter 40% der Fall gewesen wäre. Außerdem wird so deutlich, dass es in der SPD durchaus Leute gibt, die dem konservativen Kurs Gabriels nicht zustimmen, das kann eine Chance für die nächsten Wahlen bedeuten. Und ein Signal der Geschlossenheit hätte eine eben solche demonstriert, die offensichtlich nicht da ist.