Die Suche nach dem Bernsteinzimmer

Die beiden Oberpfälzer Erich Stenz und Georg Mederer sind felsenfest überzeugt: Das Bernsteinzimmer ist nicht, wie viele Experten glauben, zerstört worden. Es existiert angeblich im Schloss Friedland in Böhmen. Dort, da sind sie sich zu 100 Prozent sicher, ist der Schatz in den Kellerräumen eingemauert.

Soso.

Einer der beiden hat demnach ein Notenblatt gefunden, dass wohl Hitlers Privatsekretär Martin Bormann geschrieben haben soll:

Es sind hier verschiedene Stufen, die ganz klar Hinweis geben, hier muss gegraben werden, hier ist Vorsicht geboten, hier könnte sogar Sprengstoff installiert sein.

Ich behaupte mal: Gewagte These.

Verschwörungstheoretiker würden nun natürlich sagen: Die Behörden erlauben keine weitere Untersuchung, also muss was dran sein! Man könnte allerdings auch davon ausgehen, dass die einfach keine Lust auf irgendwelche Hobby-Schatzsucher haben, die ihnen ihre Burgen zerlegen. Wäre nicht das erste mal, dass nach einem Fehlschlag direkt der nächste 100% sichere Beweis vorliegt.…

Mit dem Bloggen aufhören?

Ich muss zugeben, manchmal gibt's komische Themen beim Webmasterfriday - die Frage "Soll ich mit dem Bloggen aufhören?" lässt sich doch ganz einfach beantworten: Tu, was du für richtig hältst, ist deine Entscheidung. Warum man darüber nun Blogposts verfassen muss, ist mir ehrlich gesagt unklar. Denn: Natürlich ist der Konsenz der bisher eingegangenen Beiträge, dass man vielleicht mal drüber nachgedacht, sich dann aber dagegen entschieden hat. Wer keine Lust mehr hat, schreibt dazu vielleicht eine kurze Notiz und gut ist, sicher aber nicht vorher einen Beitrag zum Wemasterfriday.

Gerade die fehlende Motivation kenne ich allzu gut, ich hätte zum Beispiel viel mehr Links, die ich verbloggen könnte. Einiges davon habe ich auf Twitter ausgelagert, vieles hierhin - auf dem "richtigen" Blog schreibe ich zukünftig zwar sicher noch weniger als bisher, dafür aber thematisch stärker abgegrenzt.

Allerdings zeigt sich in den Beiträgen auch ein Grundproblem:

Solange man mit seinem Blog keine vier- oder mehrstelligen…

Die Steinbach...

Spricht man sie heute auf diesen historischen Unfug [die Behauptung, die NSDAP sei links gewesen] an, schaut sie einen mit schönster Unschuldsmine an, um dann nachzusetzen: „Wieso? Sowohl Göring als auch Goebbels waren Linke!“
Es interessiere sie ganz einfach, wie Menschen reagieren, sagt Steinbch über ihre ständigen Provokationen.

Vielleicht ist sie auch einfach ein Nazi und will das nicht zugeben.

(Zitat: Spiegel 1/2016, S. 35)

Der beste Minecraft-Spieler der Welt

Wie Golem berichtet, hat eine Organisation den "weltbesten Minecraft-Spieler" gekürt.

Dagegen ist ja auch garnichts einzuwenden. In den drei Bereichen "Bauen", "Mayhem" (irgendwas mit Survival) und "Kristalle sammeln" muss man sich gegen die anderen durchsetzen. Wenn ich mir so angucke, was da so gebaut wird, da frage ich mich doch schon, ob das ernst gemeint ist. Sogar ich baue in Minecraft hübscher - und ich bin nicht wirklich dafür bekannt, gut zu bauen.

Abgesehen davon hat die Kür zum "weltbesten Minecraft-Spieler" einen klitzekleinen Schönheitsfehler: Sie hat in ganzen 40 Städten stattgefunden, die dummerweise auch noch alle in den USA liegen. "Bester Minecraft-Spieler aus 40 Städten der USA" trifft's also eher - abgesehen davon, dass bei solchen Events halt nicht jeder teilnimmt, der tatsächlich was kann.

Wikipedia Spendengejammer

Die Wikipedia nervt dieser Tage - wie üblich zum Jahresende - wieder mal um Spenden und verärgert damit Community und Nutzer.

Was den vielen Spendern aus der ganzen Welt oft nicht bewusst ist: Sie geben an eine Organisation Geld, der es finanziell blendend geht und die seit Jahren ihr Vermögen mehrt. (...) Der Großteil der Finanzierung kommt von kleinen Spenden um die 20 Dollar. Doch trotz solcher überschaubaren Beträge häuft sich einiges an: Aktuell sitzt die amerikanische Wikimedia-Stiftung auf 78 Millionen Dollar, ein Zuwachs um mehr als 24 Millionen Dollar im Vergleich zum Vorjahr. (süddeutsche.de)

Ja, Wikipedia ist cool. Und ja, der Betrieb der Platform kostet auch Geld - aber 78 Millionen Dollar sind für eine Non-Profit-Veranstaltung wie die Wikipedia nun wirklich nicht wenig, zumal diejenigen, die den Hauptteil der Arbeit leisten - die Autoren - nichts davon zu sehen bekommen.

Und als wäre das ganz…